Trigger-Identifikation ist der Prozess, die spezifischen Situationen, Emotionen, Orte und Menschen zu erkennen, die bei Ihnen den Drang ausloesen, Alkohol zu trinken. Ihre Ausloeser zu kennen ist einer der wichtigsten Schritte in der Genesung, denn was Sie nicht erkennen, koennen Sie nicht bewaeltigen.
Arten von Triggern
Trigger lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen: interne und externe. Interne Trigger sind Emotionen, Gedanken und koerperliche Empfindungen. Externe Trigger sind Umgebungen, Menschen, Situationen und Sinneseindruecke.
Beide Arten wirken oft zusammen. Zum Beispiel koennte ein externer Trigger (ein Restaurantbesuch) einen internen Trigger (Stress nach einem schwierigen Arbeitstag) verstaerken und ein starkes Verlangen erzeugen.
Haeufige Trigger
- Emotionale Trigger: Stress, Einsamkeit, Langeweile, Wut, Traurigkeit oder sogar Freude und Feierlaune koennen Verlangen ausloesen.
- Soziale Trigger: Bestimmte Freunde, Familienfeiern, Partys oder berufliche Anlaesse, bei denen normalerweise getrunken wird.
- Umgebungstrigger: Bestimmte Orte wie Bars, Restaurants oder sogar Ihre eigene Kueche, wenn dort Alkohol gelagert ist.
- Zeitliche Trigger: Bestimmte Tageszeiten (Feierabend) oder Wochentage (Freitagabend), die mit Trinken verknuepft sind.
- Sensorische Trigger: Der Geruch von Bier, das Klingen von Glaesern oder Werbung fuer alkoholische Getraenke.
Wie Sie Ihre Trigger identifizieren
Fuehren Sie ein Trigger-Tagebuch. Notieren Sie jedes Mal, wenn Sie Verlangen verspueren: Was war die Situation? Welche Emotion fuhlten Sie? Wo waren Sie? Wer war dabei? Welche Tageszeit war es?
Nach zwei bis drei Wochen werden Sie klare Muster erkennen. Diese Muster sind die Landkarte Ihrer persoenlichen Verwundbarkeiten -- und gleichzeitig der Schluessel zu Ihrer Verteidigung.
Strategien zum Umgang mit Triggern
- Vermeiden, was moeglich ist: Besonders in der fruehen Genesung ist es klug, bekannte Trigger aktiv zu meiden.
- Planen Sie Alternativreaktionen: Fuer jeden identifizierten Trigger eine gesunde Alternativhandlung bereithalten: Spaziergang, Telefonat, Atemübung.
- Bauen Sie neue Assoziationen auf: Ueberschreiben Sie alte Verknuepfungen, indem Sie bewusst neue, positive Erfahrungen in Triggersituationen schaffen.
- Staerken Sie Ihre Widerstandskraft: Regelmaessiger Schlaf, gesunde Ernaehrung und Bewegung reduzieren die Macht von Triggern insgesamt.