Alkoholentzug umfasst die koerperlichen und psychischen Symptome, die auftreten, wenn eine alkoholabhaengige Person den Konsum reduziert oder einstellt. Die Symptome koennen von leichtem Unwohlsein bis zu lebensbedrohlichen Zustaenden reichen und erfordern in vielen Faellen medizinische Betreuung.
Zeitlicher Verlauf des Entzugs
Die ersten Symptome treten typischerweise sechs bis zwoelf Stunden nach dem letzten Drink auf. Sie beginnen oft mit Angst, Zittern und Uebelkeit. In den folgenden 24 bis 48 Stunden koennen sich die Symptome verschlimmern.
Der Hoehepunkt wird meist zwischen 24 und 72 Stunden erreicht. Bei den meisten Menschen klingen die akuten Symptome innerhalb von fuenf bis sieben Tagen ab, aber einige Symptome wie Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen koennen Wochen oder Monate anhalten.
Haeufige Entzugssymptome
- Zittern (Tremor): Vor allem Haendezittern, das bereits wenige Stunden nach dem letzten Drink beginnen kann.
- Schwitzen und erhoehter Puls: Der Koerper reagiert auf das Fehlen von Alkohol mit Ueberaktivitaet des Nervensystems.
- Angst und Reizbarkeit: Intensive Angstgefuehle und emotionale Instabilitaet sind in den ersten Tagen sehr haeufig.
- Schlaflosigkeit und Albtraeume: Das Gehirn braucht Zeit, um ohne die sedierende Wirkung von Alkohol wieder normal zu schlafen.
- Uebelkeit, Erbrechen und Durchfall: Magen-Darm-Beschwerden gehoeren zu den fruhesten und haeufigsten Symptomen.
Wann Entzug gefaehrlich wird
In schweren Faellen kann Alkoholentzug lebensbedrohlich sein. Krampfanfaelle koennen 12 bis 48 Stunden nach dem letzten Drink auftreten. Delirium tremens, die schwerste Form des Entzugs, tritt bei etwa fuenf Prozent der Entzugspatienten auf und erfordert sofortige Intensivbehandlung.
Wenn Sie taeglich oder ueber laengere Zeit grosse Mengen getrunken haben, sollten Sie niemals abrupt aufhoeren, ohne vorher einen Arzt zu konsultieren.
Hilfe und Behandlung
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Ein Arzt kann das Risiko schwerer Entzugssymptome einschaetzen und den richtigen Behandlungsplan erstellen.
- Medikamentoese Unterstuetzung: Benzodiazepine und andere Medikamente koennen Entzugssymptome sicher lindern und Krampfanfaelle verhindern.
- Stationaere oder ambulante Entgiftung: Je nach Schweregrad kann eine ueberwachte Entgiftung im Krankenhaus oder eine ambulante Betreuung angebracht sein.