Delirium tremens (DT) ist die schwerste Form des Alkoholentzugs und ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall. Es tritt typischerweise zwei bis fuenf Tage nach dem letzten Drink bei Personen mit schwerer, langjaehriger Alkoholabhaengigkeit auf. Ohne Behandlung kann es toedlich verlaufen.
Wer ist gefaehrdet?
Delirium tremens tritt bei etwa fuenf bis zehn Prozent der Menschen mit schwerem Alkoholentzug auf. Besonders gefaehrdet sind Personen, die ueber viele Jahre taeglich grosse Mengen Alkohol konsumiert haben und abrupt aufhoeren.
Fruehere schwere Entzugsreaktionen, gleichzeitige Infektionen, Lebererkrankungen und aelteres Alter erhoehen das Risiko. Deshalb ist es so wichtig, dass Menschen mit schwerer Abhaengigkeit niemals ohne medizinische Aufsicht aufhoeren.
Symptome von Delirium tremens
- Schwere Verwirrtheit und Desorientierung: Betroffene wissen nicht, wo sie sind, welcher Tag es ist oder was um sie herum geschieht.
- Halluzinationen: Visuelle, akustische oder taktile Halluzinationen -- oft erschreckende Bilder von Insekten oder Tieren.
- Starkes Zittern am ganzen Koerper: Unkontrollierbares Zittern, das den gesamten Koerper betrifft.
- Krampfanfaelle: Generalisierte Krampfanfaelle, die ohne sofortige Behandlung lebensbedrohlich sein koennen.
- Instabile Vitalzeichen: Stark erhoehter Puls, Fieber und gefaehrliche Schwankungen des Blutdrucks.
Warum sofortige medizinische Hilfe noetig ist
Delirium tremens ist ein medizinischer Notfall, der Intensivbehandlung erfordert. Ohne angemessene Behandlung liegt die Sterblichkeitsrate bei bis zu 37 Prozent. Mit moderner medizinischer Versorgung sinkt sie auf unter fuenf Prozent.
Die Behandlung erfolgt typischerweise auf einer Intensivstation und umfasst Benzodiazepine zur Kontrolle der Symptome, intravenuese Fluessigkeitszufuhr und engmaschige Ueberwachung der Vitalzeichen.
Praevention
- Nie abrupt aufhoeren ohne Arzt: Bei schwerer Abhaengigkeit kann ein ueberwachter, schrittweiser Entzug das Risiko von Delirium tremens erheblich senken.
- Medizinische Entgiftung in Anspruch nehmen: Eine stationaere Entgiftung mit medikamentoeser Unterstuetzung ist der sicherste Weg.
- Vorgeschichte mitteilen: Informieren Sie Ihren Arzt ueber fruehere Entzugsreaktionen, damit er das Risiko richtig einschaetzen kann.